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Kulinarische Stadtführung durch Lauingen

Lustig ging es beim diesjährigen Personalausflug zu! Im Vorfeld war bereits beschlossen worden, in diesem Jahr nicht wegzufahren, sondern sich gemeinsam auf eine kulinarische Stadtführung durch das schöne Lauingen zu begeben.

Im Rathaus wurden wir bereits von dem Lauinger Urgestein Walter Manz begrüßt, der den Abend auf sehr ansprechende und lustige Weise gestaltete. Im opulenten Festsaal des Rathauses wurde uns zu Beginn die Sage vom „Lauinger Mohr“ unterhaltsam nähergebracht. Dabei folgte sogleich die Versorgung mit der entsprechenden Süßigkeit!

Einen herrlichen Ausblick auf den italienisch anmutenden Rathausplatz durften wir zusätzlich vom einzigartigen Balkon genießen, von dem aus wir huldvoll nach unten grüßten.

Weiter ging es mit der Sage von den „Lauinger Blunzen“, die auch am Schimmelturm verewigt ist. Dabei wurden wir -dazu passend- mit den entsprechenden Köstlichkeiten verköstigt – Blutwürsten, Schwarzwürsten und Pressack. Begleitend erhielten wir als Durstlöscher ein Gläschen vom „Lauinger Schlitzohr“.  

Auf dem Rathausplatz machte uns unser Walter anschließend auf die besondere Persönlichkeit des Stadtheiligen Albertus Magnus aufmerksam, der auch über die Grenzen Lauingens hinaus deutschland- und europaweit große Anerkennung genießt (sogar beim ehemaligen Papst Johannes Paul II.).

Gut gelaunt spazierten wir im Anschluss zu dem Stein, an dem die „schönste Frau der Welt“, die Gräfin Geiselina, früher Brot für Arme und Durchreisende ausgelegt hatte. Natürlich gab es für uns an dieser Stelle ebenfalls eine schmackhafte Zwischenstation: Brote mit Aufstrichen, Schmalz und Schnittlauch. Sehr lecker!

Um unseren Durst zu stillen, machen wir uns danach auf den Weg zum Braumadl, wo wir „bürgermeisterlich“ von Herrn Mettel mit Bier und Hopfenlimonade versorgt wurden. Da wurde die Stimmung gleich noch besser.

Die Sage vom Lauinger Mausstein hörten wir anschließend im „Da Carla“, wo wir mit Espresso verwöhnt wurden, aber auch mit erlesenen Hefeteigmäuschen.

Nachdenklich wurde es danach am Schimmelturm, denn unser Blick wurde auf die große Sonnenuhr gelenkt, auf der dargestellt ist, wie schnell doch unsere Lebenszeit verrinnt. Deshalb sollte man sich dessen immer bewusst sein, dass man nichts mitnehmen könne. Der rote Mantel der abgebildeten Gestalt weist zudem auf den heiligen Martin hin – eine deutliche Aufforderung, sein eigen Hab und Gut mit anderen zu teilen.

Auf dem Weg in die Altstadt hörten wir neben dem „Himmelbäck“ noch die Sage vom Lauinger Brezelbäck`, der angeblich die besten Brezeln weit und breit gebacken hatte. Sogleich wurden an uns diese absoluten Feinschmeckerbrezen verteilt.

An der nächsten Station an der Donau erfuhren wir noch einiges über den Lauinger Henker, zwielichtige Damen und das Tränktor. Passend dazu gab es ein Schnäpschen für alle.

Schließlich statteten wir noch der wirklich sehenswerten Spitalkirche mit der Statue „Maria am Brunnen“ und der sehr alten jüdischen Mikwe (rituelles Tauchbad) einen Besuch ab.

Ihren Abschluss fand diese großartige Stadtführung an der ältesten bayerischen Fasseichstation, wo wir noch einmal mit den passenden Getränken versorgt wurden. Der Ausklang dieses kurzweiligen Ausflugs fand dann im „Da Carla“ statt, wo wir es uns mit Pizza und Getränken gutgehen lassen konnten.

Herzlichen Dank an unsere Organisatoren und an Walter Manz für diese großartigen Einblicke in die Lauinger Stadtgeschichte und Kulinarik.

Dagmar Fischer